Einsatzübung

Aufwendige Einsatzübung der Feuerwehren Hude und Neuenkoop

Passanten mussten am Montagabend einer ausgeschilderten Umleitung folgen, wenn sie die Königstraße in Hude entlang fahren wollten. Zwischen der Wilhelmstraße und der Brookstraße war diese nämlich für den Verkehr gesperrt- Grund war eine große Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehren Hude und Neuenkoop. Da die beiden Wehren in letzter Zeit oft gemeinsam zu Einsätzen alarmiert wurden, war es an der Zeit, nicht nur, wie schon des Öfteren, das Zusammenspiel bei Brandeinsätzen sondern auch einmal bei Verkehrsunfällen zu proben.

 

Aus diesem Grund hatten die Huder Feuerwehrkameraden Jens Neemann, Gerd Ammermann und Thorben Barghorn sowie Tammo Wenke von der Feuerwehr Neuenkoop eine groß angelegte Übung ausgearbeitet.

 

Das Unglücksszenario eines schweren Verkehrsunfalls zwischen mehreren PKW sowie einer landwirtschaftlichen Maschine erforderte viel Organisation, um möglichst reale Bedingungen zu schaffen.

 

Auf der Königstraße war ein Traktor mit einem Vertikutierer in den Gegenverkehr geraten und kollidierte mit einem entgegenkommenden Polo. Ein nachfolgender PKW konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte in das Heck des Traktors wo er unter dem Vertikutierer zum stehen kam. Ein weiterer Polofahrer erkannte die Unfallsituation zu spät und versuchte auszuweichen. Dabei kam er seitlich in einem Graben zum stehen. Bei dem schweren Unfall wurden drei Erwachsene und ein Kind in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und auch der Traktorfahrer wurde verletzt und konnte sein Gefährt nicht mehr verlassen.

 

Viel Arbeit also für die eingesetzten Rettungskräfte: sie mussten die Verletzten (dargestellt durch Feuerwehrleute und eine Puppe) betreuen, aus ihren zerstörten Fahrzeugen befreien. Dabei kamen hydraulisches Rettungsgerät wie Schere und Spreizer sowie Stempel und Hebekissen zum Einsatz. Außerdem musste die Rettung möglichst schonend durchgeführt werden, um die eingeklemmten nicht weiter zu verletzen. Zusätzlich musste der Brandschutz sichergestellt werden.

 

Die Kameraden der beiden Feuerwehren arbeiteten dabei ruhig und konzentriert zusammen und konnten viel Lehrreiches aus dieser gemeinsamen Übung mitnehmen.

 

Auch wenn sich niemand eine solche Situation im wahren Leben wünscht, können die Feuerwehrleute nun viel gelassener und routinierter in solch einen Einsatz gehen. Dies kommt dann möglichen Opfern zugute, die schnell und professionell gerettet werden können, weil die Zusammenarbeit der beiden Wehren besser funktioniert. Auch zukünftig sind weitere gemeinsame Übungen der benachbarten Feuerwehren geplant.

 

 

Text: Tanja

Bilder: Jens Neemann, Feuerwehr Hude