JHV Hude

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hude

Neben vielen Kameraden konnte der Huder Ortsbrandmeister Jörg Schmidt zahlreiche Gäste zur gestrigen Jahreshauptversammlung begrüßen. Besonders erfreut zeigten sich alle über das Erscheinen von Ehrenmitglied Janne Wiosna, aber auch die Vertreterin der Öffentlichen Landesbrandkasse, Birthe Meidl, Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Peter Sparkuhl, der stellvertretende Bürgermeister Dirk Vorlauf und Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf wurden herzlich begrüßt.

In seinem Rückblick auf das Jahr 2016 berichtete Jörg Schmidt, dass es im letzten Jahr so wenig Einsätze wie noch nie in der Geschichte der Feuerwehr Hude gegeben hat. Lediglich 37 Einsätze mussten die Kameraden abarbeiten, davon 12 Brandeinsätze, 22 Hilfeleistungen und drei Verkehrsunfälle. Es gab darunter keine großen oder schweren Einsätze, aber viel zu hoch sei das Einsatzaufkommen am Huder Bahnhof. Von defekten Fahrstühlen, über brennende Gegenstände und eine Personenrettung war das Einsatzspektrum dort wirklich ungewöhnlich. Trotz der geringen Einsatzzahlen und somit auch in diesem Bereich geleisteter Stunden liegt die Feuerwehr Hude mit einer Gesamtstundenzahl von 8916,42 auf einem der höchsten Stände die es je gab. Dies ist zu einem Großteil der umfangreichen Ausbildung in der Huder Wehr geschuldet, aber auch die Wettbewerbsgruppe der Huder Wehr hat unfassbar viel geleistet. Ganze 1249,5 Stunden hat die Huder Wettbewerbsgruppe mit der Vorbereitung auf zwei Wettkämpfe verbracht. Dass sich dies mehr als gelohnt hat, zeigen die Erfolge des vergangenen Jahres. Am 24. April 2016 erreichten die Huder beim Kreisentscheid in Prinzhöfte/Horstedt den ersten Platz, genauso wie die Huder Seniorengruppe. Aber auch beim Bezirksentscheid am 19. September 2016 in Spelle konnten die Huder mit dem ersten Platz im Gepäck wieder nach Hause fahren. Dort haben sie sich außerdem für den Landesentscheid im September 2017 in Klein Meckelsen qualifiziert.

Insgesamt hat die Freiwillige Feuerwehr Hude 107 Mitglieder, zu den 84 aktiven Kameraden zählen acht Frauen. 35 Atemschutzgeräteträger stehen der Wehr zur Verfügung, von denen der Großteil auch schon eine sogenannte Heißausbildung in Dänikhorst, in einer Rauchdurchzündungsanlage(RDA), absolviert hat.

Nachdem die Ortswehr Hude im letzten Jahr bereits ein neues TLF 3000 erhalten hat, das am 3.März 2017 offiziell übergeben wird, kommen in diesem Jahr noch ein Einsatzleitwagen und ein Anhänger dazu. In diesem Zusammenhang sprach Schmidt dem Rat und der Verwaltung der Gemeinde seinen Dank aus, denn die Zusammenarbeit ist immer sehr gut gewesen und gerade auch Sachbearbeiterin Manuela Nickel unterstützt die Feuerwehr wo sie nur kann, und das weit, über ihre eigentlichen Aufgaben, hinaus.

Einen großen Dank seitens der Öffentlichen Landesbrandkasse sprach auch Birthe Meidl aus, die der Feuerwehr als kleine Anerkennung für ihre Arbeit einen Scheck überreichte.

Dirk Vorlauf, der in Vertretung für den erkrankten Bürgermeister erschienen war, zeigte sich erfreut über die geringen Einsatzzahlen des letzten Jahres, denn dies bedeutet schließlich, dass die Huder Bürger in Sicherheit leben und vor Unglück verschont geblieben sind. Angesichts der Unsicherheit der Huder Feuerwehrleute, was den möglichen Neubau eines DRK Gebäudes auf dem Gelände betrifft, sowie eine Nutzung des Schulungsraumes im Feuerwehrhaus, konnte er noch keine neuen Erkenntnisse preisgeben. Die Gespräche zu diesem Thema werden erst in der kommenden Woche weitergeführt. Dass die Feuerwehr sich ein neues Hinweisschild an der Parkstraße wünscht, konnte Vorlauf natürlich nachvollziehen, denn das bisherige ist seit fast 10 Jahren kaputt und nicht gerade ein Aushängeschild. 

Langsam verabschieden wollte sich der Verbandsvorsitzende Peter Sparkuhl, der sein Amt zum 4. März diesen Jahres abgeben wird. Sparkuhl wies daraufhin, wie wichtig es ist, dass es Freiwillige Feuerwehren gibt und Menschen, die 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr jederzeit bereit sind, anderen zur Hilfe zu eilen. Nachwuchs für diese Arbeit zu finden, ist nicht einfach, man sollte aber nicht davon ausgehen, dass mit einer Jugendfeuerwehr der Feuerwehrnachwuchs gesichert ist. Man sollte auch andere Maßnahmen der Mitgliederwerbung in Betracht ziehen. Keine Lösung ist es dagegen, das Alter der aktiven Feuerwehrleute auf 67 Jahre anzuheben, nur um mehr Einsatzkräfte zur Verfügung zu haben. Dieses Problem besteht in Hude sowieso nicht, denn 84 Aktive seine schließlich eine gute Hausnummer.

Sparkuhl lobte die Erfolge der Wettbewerbsgruppe und versprach ein Wiedersehen in Klein Meckelsen, wo er ein letztes Mal als Bahnleiter zur Verfügung stehen wird.

Eines machte Sparkuhl zum Abschluss seiner Rede noch ganz deutlich: der Eintritt und der Austritt in der Feuerwehr sind freiwillig, der Rest ist Dienst!

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Hattendorf, der seit 15 Jahren auch Gemeindebrandmeister in Hude ist, hat in seiner bisherigen Laufbahn noch kein so ruhiges Einsatzjahr erlebt. Aber auch die Einsätze die es gab, haben die drei Wehren in der Gemeinde nicht vor Probleme gestellt, was für ihre gute Ausbildung spricht. Auch die Truppmann2 Ausbildung in der Gemeinde ist erfolgreich gestartet und eine der Vorreiter im Landkreis. Das neue Funkkonzept ist in Hude ebenfalls auf dem Weg und auch die Atemschutzgeräteträger sind unter anderem durch die Besuche in der RDA bestens geschult. Die letzten 15 Jahre als Gemeindebrandmeister haben durch die gute Zusammenarbeit aller Kameraden überhaupt nicht weh getan, ließ er die Anwesenden wissen.

 

Zum Abschluss der Versammlung standen Beförderungen und Ehrungen auf der Tagesordnung, was immer eine Anerkennung für die geleisteten Lehrgänge und Dienste der jeweiligen Kameraden ist. Jana Jörgensen wurde zur Feuerwehrfrau ernannt und Bernd Schnieder ist nun Oberfeuerwehrmann.

André Hedenkamp und Stefan Hibbeler wurden zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Reinke Peters und Torsten Suhr sind nun Löschmeister, Torben Graalmann ist Hauptlöschmeister geworden.

Ortbrandmeister Jörg Schmidt wurde zum Oberbrandmeister befördert.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurden Torsten Suhr und Wolfgang Ueberdiek geehrt. Das Abzeichen für 40-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr erhielt Uwe Ohmstede.

Eine ganz neue und besondere Ehrung wurde dem Sicherheitsbeauftragten Thorsten Hagemann zuteil. Er erhielt die Ehrennadel der Feuerwehrunfallkasse Niedersachsen in Gold für seine Verdienste um die Belange des Arbeits-und Gesundheitsschutzes.

Mit Worten des Dankes richtete sich Ortsbrandmeister Jörg Schmidt am Ende der Versammlung an seine Kameraden. Er danke ihnen für ihre Motivation und auch deren Angehörigen für ihre Unterstützung. Besonderer Dank ging auch Frank Hattendorf, das Ortskommando und seinen Stellvertreter Heiko Zywina. Dem Vorsitzenden des Fördervereins der Feuerwehr Hude, Horst Henning, danke Schmidt ebenfalls, denn der Verein hat im vergangenen Jahr so viel für die Ortswehr beschafft, dass dies nochmal an einem gesonderten Termin offiziell überreicht wird.