Dienstabend

Feuerwehr Hude lässt Kuh fliegen

Kürzlich führten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hude zwei ungewöhnliche Dienstabende durch. Angekündigt war Arbeit mit dem Tierhebegeschirr der Huder Wehr-doch dass die Übung am lebenden Objekt stattfand, war dann doch überraschend für die Kameraden.

Gemeinsam fuhren die Übungsteilnehmer zum Milchviehbetrieb von Feuerwehrkamerad Ingo Wachtendorf. 

Vorerst gab es durch Gruppenführer Thorsten Hagemann eine kurze Auffrischung bzw. eine Einweisung für die neuen Kameraden zum Thema Tierhebegeschirr. Dann folgte der praktische Teil, für den Ingo Wachtendorf eine Kuh aus seinem Betrieb zur Verfügung gestellt hatte. Wachtendorf erklärte den Kameraden, worauf sie beim Umgang mit diesen großen Tieren zu achten haben und wie man sie behandeln sollte.

Er hatte für die Übung extra ein ruhiges Tier ausgesucht, und Kuh Dany ließ sich bereitwillig das Hebegeschirr anlegen. Anschließend wurde ein Trecker mit Frontlader hinzugezogen, an dem die Kuh mit dem Geschirr befestigt wurde. Um die Wirkungsweise des Tierhebegeschirrs zu demonstrieren, wurde die Kuh dann mit dem Frontlader angehoben. Völlig ruhig ließ das Tier die Prozedur über sich ergehen und wurde schnell wieder zurück auf den Boden gelassen. Nachdem Dany wieder von der Plane befreit war, durfte sie ihren wohlverdienten Feierabend im Kuhstall antreten.

 

Da die Feuerwehr auch dafür zuständig ist, Tiere die sich in Lebensgefahr befinden, zu retten, war dies ein wichtiger Dienstabend für die Huder Einsatzkräfte. Ein bis zweimal im Jahr kommt es durchschnittlich zu solchen Einsätzen, zu selten um eine Routine zu entwickeln. Aus diesem Grund ist es wichtig für die Feuerwehrleute, immer wieder praktische Übungen durchzuführen.

Dank geht an Ingo Wachtendorf und seine Familie, die nicht nur ihren Hof und ihre Kuh zur Verfügung stellten, sondern die Kameraden anschließend noch mit Getränken versorgten.