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Übergabe |
| geschrieben von Tanja am Friday,
den Freitag 06. 08. 2010 |
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Offizielle Übergabe des Anbau´s am Huder Feuerwehrhaus

Heute um 17 Uhr war es endlich soweit: der Anbau am Huder Feuerwehrhaus wurde offiziell an die Freiwillige Feuerwehr Hude übergeben. Der Huder Bürgermeister Axel Jahnz eröffnete die Feier mit dem Satz: "Heute ist ein Tag auf den wir alle stolz sein können." Hude hat inzwischen eine Spitzenposition des Rettungswesens im Landkreis Oldenburg eingenommen. Mitten im Ortskern hat die Gemeinde Hude ein Rettungszentrum gebaut, das ihresgleichen sucht. Feuerwehr, DRK, Polizei und Gemeinde sitzen nun dicht zusammen und können so schnelle Hilfe und Sicherheit für die Huder Bevölkerung gewährleisten. Doch nicht nur der Anbau am Huder Feuerwehrhaus gibt Anlass zur Freude, auch der Altbau wurde gleich mitsaniert.
Jahnz dankte dem Huder Rat und vor allem den Huder Feuerwehrkameraden, die in über 7000 Stunden Eigenleistungen für den Bau erbracht haben und dafür nicht einen Euro bekommen haben. Er sprach den Huder Kameraden höchsten Respekt und große Wertschätzung aus. So etwas sei nur möglich, wenn es unter den Feuerwehrmännern- und Frauen eine gute Kameradschaft gibt. Bei der Huder Feuerwehr gehe es Beispielhaft zu.
Auch dem Hausmeisterehepaar Rita und Hartmut Henning sprach er großen Dank aus, da sie während der Bauarbeiten viel Geduld bewiesen haben. Auch Architektin Ulrike Janz-Janzen bedankte sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Hude für die geleistete Arbeit. Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf bedankte sich ebenfalls bei allen Feuerwehrkameraden und sagte:"Was hier geleistet wurde, kann man nie wieder gut machen." Außerdem dankte er auch den Gemeindemitarbeitern, denn alle Anliegen seien immer schnell und fair geregelt worden. Landrat Frank Eger gratulierte zum gut gelungenen Anbau. Er betonte, dass die Kameraden Wochenende für Wochenende geopfert haben, nur zum Wohle der Allgemeinheit. Die Stärke der Feuerwehr ist nicht schnacken, sondern anpacken.
Er dankte auch den Familienangehörigen, die 3 Jahre viel auf ihre Familienmitglieder verzichten mußten. Eger hofft, dass die Bürgerinnen und Bürger in Hude zu schätzen wissen, was hier geleistet wurde. Er lobte den großen Gemeinschaftssinn in der Freiwilligen Feuerwehr Hude. Kreisbrandmeister Andreas Tangemann bedankte sich ebenfalls für die geleistete Arbeit.
Hier seien Räumlichkeiten für Aus-und Weiterbildung entstanden. Nur so können die höchstmöglichen Sicherheitsansprüche für die Bevölkerung weiterhin gewährleistet werden. Denn die Bedrohung durch Naturkatastrophen und Terroranschläge wächst täglich, und davon ist natürlich auch immer die Feuerwehr betroffen. Er wies darauf hin, dass auch die Kameradschaft untereinander nicht zu kurz kommen darf.
Der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes, Peter Sparkuhl, sagte:"Ihr habt hier ein tolles Haus erschaffen." Die Huder Feuerwehrkameraden haben neben der vielen Eigenleistung am Anbau trotzdem weiter ihre Einsätze gefahren und Übungsdienste absolviert. Sparkuhl zieht den Hut vor so viel Leistung, das müssten andere erstmal nachmachen. In Hude wird die Kameradschaft groß geschrieben. Er wünschte allen Kameraden und Kameradinnen viel Spaß an dem neuen Gebäude. Auch der Ortsverein des DRK lobte so viel ehrenamtliche Tätigkeit. Außerdem sei man froh, Teil eines so guten Rettungszentrums zu sein.
Das DRK hofft auch weiterhin auf so viel gute Nachbarschaft wie bisher. Neben allen Ehrengästen und Feuerwehrkameraden konnte der Huder Ortsbrandmeister Heiko Henjes einen besonderen Gast begrüßen: Janne Wiosna, ein Huder Feuerwehrkamerad war auch zu der Feier gekommen. Wiosna hatte im vergangenen Jahr einen schweren Verkehrsunfall und sitzt seitdem im Rollstuhl. Henjes betonte, dass sich alle Kameraden wünschen, dass er wieder genauso gesund wird wie vor dem Unfall.
Auch Wiosna hatte vor seinem Unfall tatkräftig beim Anbau geholfen. Henjes freute sich, dass die unbefriedigende Situation mit eingeschränkten Bewegungsraum im Huder Feuerwehrhaus nun endlich vorbei sei. Am 6. September 2007 hatte der Anbau begonnen, und seitdem haben die Huder Feuerwehrkameraden genau 7783 Arbeitsstunden nur für den Anbau und die Sanierung des Altbaus geleistet. Einsätze und Dienste nicht mitgezählt. Diese enorme Stundenzahl hat die Huder Feuerwehr der Gemeinde geschenkt, ehrenamtlich. Die Freiwillige Feuerwehr ist stolz darauf, was sie geschafft hat. Er zählte die unzähligen Arbeiten auf, die erbracht wurden, auch abends und an Samstagen und Sonntagen. Er bedankte sich bei den Familien, die dies alles erdultet haben.
Ohne die gute Kameradschaft hätte man das nicht geschafft, und er hofft das jetzt endlich etwas Ruhe einkehrt. Doch trotzdem ist die Freiwillige Feuerwehr Hude allzeit bereit. Nach der Schlüsselübergabe hatte der Huder Bürgermeister noch ein freudiges Ereignis mitzuteilen: Orstbrandmeister Heiko Henjes wurde am heutigen Abend zum Hauptbrandmeister befördert. Nachdem Heiko Henjes dann verschiedene Präsente von den Gästen überreicht wurde, verbrachten alle noch einen geselligen Abend im Huder Feuerwehrhaus.
Hier gibt es weitere Bilder!
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Gefahrstoff tritt aus |
| geschrieben von Wolfgang am Tuesday,
den Dienstag 15. 06. 2010 |
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Gewerbegebiet Altmoorhausen, Gefahrstoff tritt aus!!
…zum Glück ist das nur ein Übungsszenario, dass sich Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf und Gruppenführer Hauke Ellinghusen von der FF Altmoorhausen ausgedacht haben.
Am Samstag übten die FF Altmoorhausen, FF Ganderkesee, FF Bergedorf, Feuerwehr Oldenburg und die Technische Ermittlungsgruppe Umweltschutz (TEGU) der Polizei bei der Fa. Büfa Chemikalien in Altmoorhausen.
Als angenommene Übungslage kam es auf dem Abtankplatz während des Abtankens eines Tankanhängers zu einem unkontrollierten Stoffaustritt. Erschwerend kam hinzu, dass zusätzlich aus dem davor stehenden Stückgut- LKW eine unbekannte Flüssigkeit von der Ladefläche tropfte.
Die dort zuständige Ortsfeuerwehr Altmoorhausen übernahm mit Otbm Heinz Schütte und seinem Stellv. Andreas Wicht die Einsatzleitung.
Die Einsatzkräfte mussten unter Chemikalienschutzanzug (CSA) die Lage erkunden, den Stoffaustritt eindämmen und Messungen vor Ort durchführen. Ebenfalls nutzte der Gefahrgutzugführer Bernd Lembke diese Gelegenheit, das neue Dekon-Konzept des Landkreis Oldenburg unter Einsatzbedingungen zu testen. Parallel dazu wurde zusätzlich von der Feuerwehr Oldenburg ein Dekon-Platz eingerichtet und umfangreiche Messaufgaben übernommen. Zur Sicherung der Einsatzkräfte wurde ein Schaum- Wasserwerfer in Stellung gebracht, der den Brandschutz sicherstellte.
Die TEGU der Polizei mit POK Berwanger, PHK Becker und PK Rüscher unterstützten die Feuerwehr bei der Auswertung aller Erkundungsergebnisse. Ebenfalls unter CSA wurde von der Polizei eine fiktive Spurensicherung durchgeführt.
Zum Abschluss der Übung sprach Marcus Zechelius von der Fa. Büfa den Einsatzkräften seine Anerkennung für die „schweißtreibende“ Arbeit aus und bedankte sich mit einer Gulaschsuppe inklusive Kaltgetränken bei allen Beteiligten.
Auch der Gemeindebrandmeister aus Ganderkesee, Horst-Dieter Meyer nahm als Übungsbeobachter teil. Die Verantwortlichen zeigten sich mit dem Verlauf und dem Ergebnis der Übung hoch zufrieden
Hier geht es zu den Bildern |
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Photovoltaik |
| geschrieben von Tanja am Tuesday,
den Dienstag 01. 06. 2010 |
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Brandbekämpfung von Photovoltaikanlagen
Am gestrigen Montag konnte der Huder Ortsbrandmeister Heiko Henjes zwei Gäste beim Dienstabend der Freiwilligen Feuerwehr Hude begrüßen. Stephan Schneider und Andreas Wiertzema von der Firma INNOFERM GmbH (Energiesysteme) referierten über die richtigen Verhaltensweisen beim Brand von Photovoltaikanlagen (nachfolgend PV-A genannt).
Zuerst erklärten die Referenten, woraus PV-A überhaupt bestehen und wie sie dem Stromkreis in einem Haus angeschlossen sind. Alle Anlagen haben einen sogenannten Wechselrichter, der den Solarstrom dem Stromkreis des Hauses zuführt. Viele Anlagen haben an diesem Wechselrichter schon eine Trennstelle, die mit einem Handgriff die Solaranlage vom Stromkreis des Hauses trennen kann. Doch dies ist nicht der Regelfall. Oft gibt es diese Trennstelle nicht und im Schadensfall wird trotzdem immer weiter Strom produziert, solange die Solarmodule nicht komplett beschädigt sind.
Außerdem sind nicht alle Solarmodule aus dem gleichen Material hergestellt. Hauptsächlich bestehen die Module aus den nicht brennbaren Stoffen Glas, Silizium und Aluminium sowie aus den entflammbaren Stoffen Harz und verschiedenen Kunststoffen. Solarmodule haben die Brandschutzklasse 1. Ältere Module bestehen zudem aus Kadmium. Kadmium ist ein Schadstoff, der mit Hautkontakt zu Vergiftungen führt. Gelangt Kadmium zum Beispiel durch Löschwasser ins Erdreich, muß dieses mindestens 3m tief ausgekoffert werden.
Auch verschiedene Verarbeitungen von Glas in den Modulen bergen Gefahren. Nicht gerahmte Module bersten bei Feuer leicht. Dies ist eine weitere große Gefahr für Einsatzkräfte.
Außerdem sind die Isolierungen der stromführenden Leitungen sowie der Wechselrichter brennbar. Wenn diese durch Rauchentwicklung nicht sofort erkennbar sind, entsteht wegen des immer weiter fließenden Stroms eine weitere Gefahr.
Ein Solarmodul läßt sich nicht ausschalten und produziert selbst bei Dunkelheit noch Strom. Ein Abdecken der Module mit Löschschaum ist nur für kurze Zeit möglich, da sie Glasplatten der Module mit einem sogenannten Lotuseffekt behandelt sind und der Löschschaum schnell abrutscht. Auch die Neigung des Daches begünstigt natürlich immer das Abrutschen von Schaum.
Im Einsatzfall gilt also äußerste Vorsicht, da immer davon ausgegangen werden muß, dass ein Haus eine PV-A hat.
Beim Brand eines Hauses mit PV-A sollte immer ein Mindestabstand zu den Modulen gehalten werden, da Glassplitter berstender Module bis zu 150m weit fliegen können. Außerdem besteht die Gefahr dass die Module auch im Ganzen vom Dach rutschen.
Außerdem sollte immer sofort Fachpersonal beim Brand einer PV-A hinzugezogen werden.
Es gilt erhöhte Vorsicht beim Löschen, da brennende Leitungen und Module immer noch Strom führen können. Beim Löschen mit Sprühstrahl ist ein Mindestabstand von 1m pro 1000 Volt Spannung einzuhalten. Bei der Brandbekämpfung mit Vollstrahl muß mindestens ein Abstand von 5m eingehalten werden.
Allen Hauseigentümern mit PV-A ist zu raten, am Haus eine Warntafel anzubringen, auf der klar zu lesen ist, dass es eine Anlage gibt und um was für einen Typ es sich dabei handelt.
Da Deutschland das Land mit den meisten, ans Stromnetz angeschlossenen, PV-A ist, werden auf die Feuerwehren im Land immer mehr Brände zukommen, bei denen PV-A involviert sind. Deshalb ist es für alle Feuerwehren wichtig, sich mit diesem Thema zu befassen.
Nach Ende des Vortrags bedankte sich Heiko Henjes bei Herrn Schneider und Herrn Wiertzema für den lehrreichen Abend und ist froh, dass nun alle Kameradinnen und Kameraden wissen, womit sie es im Einsatzfall zu tun haben.
(Natürlich gab es zu diesem Thema noch viel mehr zu sagen, hier sind lediglich die wichtigsten Punkte aufgeführt). |
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